Archiv 2011

Ein Jahr voller Erfolge, Spannung und Arbeit neigt sich dem Ende und das neue Jahr klopft schon an die Tür. Lassen sie uns es gemeinsam positiv gestalten und weiterhin so konsequent zusammen wirtschaften.

 

Die CDU Aldenhoven wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesegnetes neues Jahr 2012!

 

Der neue Kompass ist da!

JETZT unter dem Link Kompass herunterladen!

 

Aldenhovener CDU ehrt ihre Jubilare
Bei Weihnachtsfeier bleibt Politik außen vor

 

Gäste und Jubilare bei der CDU-Weihnachtsfeier: MdL Josef Wirtz (v.l.), Peter Offermanns, Reinhard Paffen, Ulrike Schwarz, Hans-Josef Königstein, Franz Flecken, Dennis Stötzer und Leo Neulen. Foto: Greven

Niedermerz. An der ganzen Atmosphäre dieser Weihnachtsfeier des CDU-Gemeindeverbandes Aldenhoven spürte man die weiblichen Hände, denn sowohl in der Vorbereitung als auch in der Gestaltung hatte sich die rührige Frauen-Union eingeklinkt, die gleichzeitig auch als Mitveranstalterin auftrat im hübschen einheitlichen Outfit.

Im gemütlichen „Haus des Dorfes“ in Niedermerz hatte die Union am Samstagnachmittag eine reichhaltige Kaffeetafel gedeckt. Die gedämpfte Beleuchtung, die liebevolle Dekoration und die weihnachtlichen Weisen der Siersdorfer „Nikolaus-Bläser“ zauberten schnell eine vorweihnachtliche Stimmung.

Das musikalische Programm setzte Musiker Lorenzo Cellucci fort, bevor Gemeindeverbands-Vorsitzender Leo Neulen zur Ehrung der Jubilare des Jahres 2011 schritt. Er zeichnete Franz Flecken aus Freialdenhoven sowie Peter Offermanns und Hans-Josef Königstein aus Niedermerz für 40-jährige Treue zur CDU aus. Hierbei ging er bei den beiden Letztgenannten auf deren langjährige aktive Tätigkeiten im Gemeinderat und auf zahlreiche Ehrenämter im Vereinsleben ein.

Ehrengast Josef Wirtz MdL überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Kreisverbandes an die Adresse der Jubilare. Er betrachtete die gemütliche Weihnachtsfeier als wohltuende Unterbrechung des Alltagsstresses und rückte die Politik ausdrücklich in den Hintergrund. Auch den Anwesenden empfahl er, in dieser vorweihnachtlichen Zeit die Politik zugunsten der „schönen Dinge des Lebens, der Familie“ in den Hintergrund zu schieben.

Als Clou erschien zu vorgerückter Stunde Reinhard Paffen als Nikolaus, der neben liebevollen Worte für alle Anwesenden auch ein kleines Präsent hatte. (gre)

 

Siersdorfer Weihnachtsmarkt sorgt für besinnliche Stunden

CDU Aldenhoven stimmt sich auf Weihnachten ein!

 

Am 3. Dezember nutzte der CDU Gemeindeverband Aldenhoven die Gelegenheit sich auf das kommende Weihnachtsfest ein zu stimmen. Hierzu trafen sich die Parteimitglieder auf dem Weihnachtsmarkt in Siersdorf. Genossen werden konnte nicht nur der Glühwein, Reibekuchen und die verschiedenen Stände zum Stöbern. Auch eine Gruppe von Bläsern aus Siersdorf sorgten für weihnachtliche Atmosphäre. Abgerundet wurde der Weihnachtsmarktbesuch durch den heiligen Nikolaus. Er besuchte die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt und hatte auch noch etwas Zeit für ein Foto. Nun kann das Weihnachtsfest beruhigt kommen.

Gemeinderat schaut auf die Friedhofsgebühren

 

Aldenhoven. Unter anderem mit der Bestellung einer Ombuds-person zum Thema „Gleichbehandlung bzw. Diskriminierung“ befasst sich der Aldenho-vener Gemeinderat auf seiner Sitzung am Dienstag, 20. Dezember. Weitere Beratungspunkte betreffen die Empfehlungen des Wirtschafts- und des Bauverwaltungsausschusses und die Friedhofstgebühren.

 

Castoren in Jülich: Landesregierung bleibt die Antwort schuldig, ob sie dort ein zweites atomares Zwischenlager plant – Es bleibt Ungewissheit für die Menschen in NRW

„Plant die Landesregierung ein zweites atomares Zwischenlager in Nordrhein-Westfalen?“ ist die Überschrift eines Eilantrages der CDU-Landtagsfraktion, über den der Landtag in Düsseldorf gestern in einer Aktuellen Stunde diskutierte. 

 
Die CDU warf der Landesregierung und insbesondere dem für die Atomaufsicht zuständigen SPD-Wirtschaftsminister Voigtsberger vor, sie habe bisher überhaupt keinen Beitrag zu einer Lösung für die im Forschungszentrum gelagerten Castoren geleistet. So habe die Landesregierung im Aufsichtsrat des Forschungszentrums zwei Sitzungen im November des vergangenen Jahres und im Mai dieses Jahres verstreichen lassen, ohne das Thema überhaupt anzudiskutieren. Und plötzlich, in der Sitzung am 30. November, als der Castor aus La Hague gerade unter vielen, auch gewalttägigen Protesten Gorleben erreicht, zaubert NRW in der Aufsichtsratssitzung des Forschungszentrums einen Antrag aus dem Hut. Ein Schelm, wer da nach dem Skandal der Atomkugel-Affäre von Frau Schulze nichts Böses denkt.

In diesem Zusammenhang sei auch an die Aussagen des damaligen grünen Bundesumweltminister Jürgen Trittin erinnert: Der hatte 2004 in den „Westfälischen Nachrichten“ gesagt: „Wer ist schon begeistert von Atomtransporten? Aber wir sind zu der Einschätzung gekommen, dass diese Transporte der Abwicklung der Atomenergie und nicht dem Weiterbetrieb von Reaktoren dienen.“ Es bleibt die Frage, was sich daran geändert haben soll?

Sollte die Landesregierung bei ihrer Haltung bleiben, riskiert sie einen genehmigungslosen Zustand, weil ein Neubau nicht bis zum Ablauf der Genehmigung im Juni 2013 realisierbar ist. In diesem Fall mache sich der für die Atomaufsicht zuständige Minister strafbar.

In Jülich befürchtet man, dass bei einem Neubau des Zwischenlagers in Zukunft weiterer Atommüll angeliefert werden könnte.

 

Streit um Amerikanische Bestattungen in Aldenhoven
CDU läßt nicht locker. Gebühren für Rasenreihengräber extrem überhöht. Reinhard Pfaffen erstellt interkommunalen Vergleich.


Aldenhoven. Die Aldenhovener CDU lässt nicht locker bei Amerikanischen Bestattungen. Die Gebühren für Rasenreihengräber auf den Friedhöfen in Niedermerz und Siersdorf sind viel zu hoch kalkuliert. Diese Einschätzung hat der Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mit einem noch ausführlicheren Kostenvergleich mit Nachbarkommunen untermauert. Statt 3540 Euro Zuteilungsgebühr für ein Grab hält er 1450 Euro für angemessen, statt 720 Euro Bestattungsgebühr seien 650 Euro angebracht.

Warum es diese eklatanten Gebührenunterschiede gibt, dafür hatte Bürgermeister Lothar Tertel schon eine mutmaßliche Erklärung. In die Gebühr sind 2000 Euro für die Rasenpflege über 30 Jahre eingepreist, pro Jahr sind dies 66,67 Euro. Bei den Nachbarkommunen werde dieser Kostenansatz offenbar in die allgemeinen Friedhofskosten eingerechnet, also nicht dem einzelnen Grabnutzer zugerechnet. Baudezernentin Anita Klotz beharrte darauf, dass die Kostenermittlung für Amerikanische Bestattungen auf einer Systematik beruhe, wie sie seit mindestens 1999 in der Gemeinde praktiziert werde, um die geforderte Kostendeckung zu gewährleisten. „Es gibt einen Aufwand, den wir nachweisen können.“

Laut Paffen herrscht in der Bevölkerung schon längst Unmut über die Kostenrechnung im Rathaus vor. „In Siersdorf haben wir schon Prügel bekommen.“ Es habe auch schon Bekundungen gegeben, sich in einer Nachbargemeinde beerdigen zu lassen. „Das ist anderswo kostengünstiger.“

Sicher, so der CDU-Vormann, habe jede Kommune „ihre eigenen Besonderheiten“. Aber in einem geschlossenen System, in dem die Gebühren die Ausgaben abdecken müssen, „kann es doch nur marginale Unterschiede geben“. Als Vergleichsmaßstab zieht Paffen die Stadt Linnich und die Gemeinde Inden heran, „die uns von der Lage Größe und Struktur am nächsten kommen“. Basis ist die Zuteilungsgebühr für ein Kindergrab, das dort 215 bzw. 250 Euro kostet und den Gewichtungsfaktor F = 1 erhält. Es folgt das Reihengrab, das mit 323 Euro bzw. 300 Euro den F 1,5 bzw. 1,2 erhält. Ein Wahlgrab zu 1 292 bzw. 1350 Euro hat den F 6 bzw. 5,4. Beim Rasenreihengrab (1161 bzw. 1290 Euro) liegt der F bei 5,4 bzw. 5,2. Hieraus lasse sich, so Paffen, bei diesen beiden Kommunen „eine hochgradige und durchgängige Übereinstimmung“ feststellen. In Aldenhoven koste Kindergrab 250 Euro (F = 1), ein Reihengrab 620 Euro ( F = 2,5), ein Wahlgrab 1490 Euro ( F = 6), ein Rasenreihengrab aber koste 3540 Euro, das entspreche F = 14,2. Paffen: „Dieser totale Ausreißer ist nicht hinnehmbar.“ Auch bei den restlichen zwölf Kommunen im Kreis ergebe sich, sofern dort Amerikanische Bestattungen schon möglich sind, ein ähnliches Bild, was die einzeln Bestattungsformen betreffe. Hier ergebe sich für Rasenreihengräber ein Durchschnittsfaktor von 5,5. Paffen: „Liegen alle 14 Kommunen falsch, und nur unsere Verwaltung hat alles richtig gemacht?“ Um der „Gebührengerechtigkeit“ und „Sozialverträglichkeit“ zu genügen, fordert die Union, in der Friedhofsgebührensatzung für die Grabzuteilung 1450 Euro festzulegen und die Bestattungsgebühr bei 720 Euro zu belassen. (gep)

 

„Liegen alle 14 Kommunen falsch, und nur unsere Verwaltung hat alles richtig gemacht?“

Reinhard Paffen, CDU

 

Schulstart erst 2013/14
Aldenhovener Gemeinderat stellt Weichen


Aldenhoven. Erst zum Schuljahr 2013/14 soll die Sekundarschule in Aldenhoven starten, so dass Hauptschule und Realschule auslaufen werden. Das hat der Gemeinderat nach Rücksprache mit den Schulleitungen beschlossen.

Die CDU-Opposition enthielt sich der Stimme. Da der Elternwille noch nicht erfragt worden sei, sei ein förmlicher Beschluss des Rates ein „Verfahrensfehler“, der sich als ein „Rechtsproblem“ erweisen könnte, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen. Juristsch sauber wäre eine Absichtserklärung des Rates gewesen.

Laut Beschluss soll die Gemeindeverwaltung nun alle erforderlichen Vorbereitungen treffen, um bei der Bezirksregierung Köln den Antrag auf Genehmigung einer Sekundarschule mit den Klassen fünf bis zehn einreichen zu können.

In der Debatte warfen die Mehrheitsfraktionen SPD, Freie Wählergemeinschaft (FWG) und Freie Liberale (F-L) der Union vor, die Sekundarschule blockieren zu wollen. FWG-Fraktionschef Dieter Froning sagte: Wer sich enthalte, sei gegen die Sekundarschule. „Wir können nicht abwarten“, meinte SPD-Vormann Udo Wassenhoven. „Es gibt keine Wahl.“ Die Sekundarschule sei, so sagte auch Willi Zander (F-L), „die einzige Chance“, in Aldenhoven weiterhin Unterricht in der Sekundarstufe 1 sicherzustellen. Laut Froning wird mit zuletzt 82 Neuanmeldungen zur Haupt- und Realschule die bisherige Planzahl von 104 Anmeldungen „dramatisch unterschritten“.

Paffen wies die Vorwürfe zurück. Mit Blick auf den parteiübergreifenden Schulkonsens in NRW betonte er: „Wir waren nie gegen die Gemeinschaftsschule“, aber gegen eine solche mit den Klassen eins bis zehn, wie sie zunächst in Aldenhoven angedacht worden war. „Einheitsschule verhindert, das Gymnasium gerettet“ – darum sei es der CDU gegangen.(gep)

 

Keine Schul-„Experimente mit Kindern“
Sekundarschule in Jülich: Stadtelternschaft fordert Vertagung der Entscheidung, um sorgfältige Konzeption zu ermöglichen.


Jülich. Die Stadt Jülich will die Einführung der Sekundarschule in nur neun Monaten umsetzen. Die politischen Vertreter werden hierzu am Montag, 20. Januar, um 18 Uhr, im Neuen Rathauses die Weichen stellen müssen. Es ist die letzte Sitzung in diesem Jahr, und der Antrag an die Bezirksregierung Köln als Schulaufsicht muss bis 23. Dezember vorliegen.

Die Stadtelternschaft Jülich wirft unter der Überschrift „Keine Experimente mit Kindern!“ die Frage auf: Auf welcher Grundlage wollen die Ausschuss-Mitglieder über die Zukunft der Bildungslandschaft in Jülich entscheiden. Es gebe „kein pädagogisches Konzept“. Lediglich ein erstes Treffen habe hierzu laut Sitzungsvorlage am 9. November stattgefunden. Ferner seien weder verwaltungsrelevante Details über Schulspitze und Folgen für die Lehrerschaft geklärt, „geschweige denn liegt die – noch im November vorgesehene – Abfrage des Elternwillens vor“, schreibt die Stadtelternschaft.

Am vergangenen Freitag waren nur Eltern der 3. und 4. Klassen der Grundschulen als Entscheidungsträger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die in der Sitzungsvorlage für den Schulausschuss „notwendig“ genannt wird. „Eine Beteiligung oder Diskussion zum Thema ist offenbar nicht erwünscht, lediglich eine Information gewollt. Bewusst werden mit der Einladung der Zielgruppe alle anderen Betroffenen von der Information ausgeschlossen: Was ist mit Kindern, die in der Folgejahren eine Klasse wiederholen müssen und dann in eine neue Schulform wechseln müssten? Oder werden sie dann ,durchgeschleppt‘, weil ,Sitzenbleiben‘ unmöglich ist?“, heißt es seitens der Stadtelternschaft.

Auch alle nachfolgenden i-Dotz-Generationen wären von den jetzt anstehenden Entscheidungen betroffen. Die Verwaltung plane die Entscheidung im Eilverfahren, die nach dem „Turbo-Abi“ G8, Offener Ganztagsgrundschule und Flexibler Schuleingangsphase für die Betroffenen – Lehrer wie Schüler – zum Chaos führen werde und letztlich zu Lasten der Kinder gehe.

Soll aber die Sekundarschule die beste Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem werden und Real- und Hauptschule als etablierte Einrichtungen ablösen, seien Umsicht und Planung vonnöten. Das Zeitkorsett ist, so kritisiert die Stadtelternschaft Jülich, derart knapp geschnürt, dass für eine pädagogische und praktische Entwicklung dieses völlig neuartigen Schulsystems keine Zeit bleibe – und Eltern damit jeder Entscheidungsgrundlage beraubt würden.

Zwei Monate vom ersten Gespräch bis zur Entscheidung über die Bildungslandschaft in Jülich „sind zu wenig. Neun Monate zur Entwicklung eines neuen pädagogischen Konzepts ebenfalls“.

Es gebe keine Notwendigkeit, die Chance einer einjährigen Planungsphase und Konzeptentwicklung nicht zu nutzen, „um Fehler, wie sie in der Vergangenheit begangen wurden, nicht zu wiederholen“, schreibt die Vereinigung, in der sich Jülicher Mütter und Väter zusammengeschlossen haben.

Die Stadtelternschaft Jülich regt an, dass Eltern am Montag, 21. November, in der Schulausschuss-Sitzung die Chance nutzen sollten, durch ihre Anwesenheit ein umsichtiges Vorgehen einzufordern. Und das ist aus ihrer Sicht „eine Verschiebung der Entscheidung in das Folgejahr 2013/14“.

„Eine Beteiligung oder Diskussion zum Thema ist offenbar nicht erwünscht.“

Stadtelternschaft Jülich zum Sekundarschulverfahren

CDU zweifelt Kalkulation der Friedhofsgebühren an

Kosten für Amerikanische Bestattung in Aldenhoven „unverhältnismäßig hoch“. Vergleich mit vier benachbarten Kommunen.


Aldenhoven. Die CDU-Fraktion im Aldenhovener Rat hat erhebliche Zweifel an der Gebührenkalkulation für Amerikanische Bestattungen angemeldet, wie sie auf den Friedhöfen in Siersdorf und Niedermerz möglich sind. Aufgrund eines Kostenvergleichs mit Nachbarkommunen kommt die CDU zu dem Schluss, dass die Zuteilungsgebühr für eine Erdreihengrab-stätte mit liegender Gedenktafel ohne Gestaltung „unverhältnismäßig hoch“ sei. Ein solches Grab koste in Aldenhoven 3540 Euro. Das sei das Dreieinhalbfache im Vergleich mit Baesweiler (1040 Euro). Auch in Alsdorf (1399), Linnich (1161) und Inden (1290) lägen die Sätze unter Aldenhovener Niveau. Ein ähnliches Bild ergebe bei den Bestattungsgebühren: In Aldenhoven würden 720 Euro veranschlagt. Zum Vergleich: Alsdorf 169 Euro, Baesweiler 309, Linnich 455, Inden 560. Seine Partei, so Fraktionschef Reinhard Paffen, könne sich die „eklatant hohen Unterschiede“ nicht erklären. Die Gemeindeverwaltung betont, dass die Friedhofsgebührensatzung „in allen Bereichen“ kostendeckend sei. Die Kosten für die Amerikanische Bestattung beinhalteten die eines Reihengrabes (Wahlgrab) in Höhe von 1490 Euro, Grabvorbereitung für 50 Euro und 30 Jahre lang Unterhalt für 1200 Euro.

Die Verwaltung verweist dagenen darauf, dass der Rat das im Juli 2010 einstimmig gebilligt habe, die Kalkulation lag damals vor.

Die Verwaltung habe trotz mehrerer Anfragen die Rechengrundlagen der Vergleichskommunen nicht erhalten. Daher könne auch die von der CDU geforderte „stichhaltige Begründung“ im Rat am Donnerstag, 10. November, nicht vorgelegt werden. (gep)

 

Winterdienst-Gebühren verdoppeln sich in Aldenhoven
Pro laufenden Grundstücksfrontmeter werden im nächsten Jahr 1,25 Euro fällig. Entsorgung von Restmüll und Bioabfall wird teurer.

 

Aldenhoven. Die Ahnung von Bürgermeister Lothar Tertel hat sich bewahrheitet. Nach zwei harten Wintern sind jetzt auch in Aldenhoven „Eifeler Verhältnisse“ eingekehrt. Ab 2012 beträgt die Gebühr für den Winterdienst pro laufendem Grundstücksfrontmeter 1,25 Euro, das ist mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2011 (0,57 Euro) und fast eine Vervierfachung gegenüber 2009 (0,33 Euro). Die Ist-Ergebnisse der drei Jahre 2008 bis 2010 sind maßgeblich für die Gebührenkalkulation.

Der Dauerwinter 2010/11 hat Gesamtaufwendungen von 108 527,55 Euro verursacht. Die umlegungsfähigen Kosten belaufen sich auf 73 543,95 Euro, darin enthalten sind allerdings „Reste“ von 27 333,31 Euro aus den Vorjahren. Unter dem Strich ergibt das bei 58 821 laufenden Straßenmetern 1,25 Euro pro Meter.

Der Gemeinderat gab für diese Erhöhung grünes Licht. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Udo Wassenhoven merkte mit Blick auf die Probleme des letzten Winters an: „Ein drittes Mal darf uns das nicht passieren.“ Der Schnee müsse weg, und es müsse genügend Streusatz zur Verfügung stehen. Laut Tertel ist ensprechende Vorsorge getroffen worden.

Auch die Abfallentsorgung verteuert sich für die Aldenhovener. Die Kosten für einen 80-Liter-Restmüllbehälter bei vierzehntägiger Leerung, davon gibt es 2375 Stück in der Gemeinde, steigen pro Jahr von 155,94 auf 160,69 Euro, bei einer 120-Liter-Tonne (1125 Stück) sind es 241,04 statt bisher 233,91 Euro. Für einen Restmüllsack als Beistellsack sind künftig 5,41 zu entrichten – plus 0,16 Euro. Insgesamt 2100 Tonnen Restmüll müssen pro Jahr entsorgt werden, das kostet insgesamt 975 956 Euro.

Auch die Biotonne wird etwas teurer, die Entsorgung kostet je Liter 0,416 Euro. Die Leerung des 120-Liter-Gefäßes kostet künftig 72,90 Euro statt bisher 71,41 Euro, bei 240 Litern sind es jährlich 131,29 Euro, bisher waren es 128,95 Euro.

Pro Jahr fallen in Alddenhoven etwa 1750 Tonnen Bioabfall an, Das verursacht Aufwendungen im Jahre 2012 von prognostiziert 140 700 Euro. (gep)

Die Schmutzwassergebühr sinkt 2012 leicht

Die Schmutzwassergebühr wird 2012 in der Gemeinde Aldenhoven sinken – von bisher 3,95 Euro pro Kubikmeter auf 3,78. 603 000 Kubikmeter Frischwasser werden pro Jahr in der Gemeinde verbraucht.

Hauptsächlicher Grund für die Gebührensenkung ist, wie Bürgermeister Lothar Tertel im Rat erläuterte, dass sich der Beitrag an den Wasserverband Eifel-Rur (WVER) um rund 20 700 Euro auf 2,12 Millionen Euro verringern wird.

Die Schmutzwassergebühr bleibt dagegen mit 0,80 Euro pro Qudaratmeter unverändert. Zu Grunde gelegt sind 800 800 Quadratmeter an befestigter Grundstücks- und Straßenfläche. Damit hat die Flächenversiegelunng in der Gemeinde binnen eines Jahres um gut 6100 ­Quadratmeter zugenommen.

 

Bündnis schlägt Kandidaten vor

 

Aldenhoven. Das Bündnis gegen Rechts in Aldenhoven wird einen geeigneten Kandidaten für das neu geschaffene Ehrenamt eines Ombudsmanns gegen Diskriminierung vorschlagen. Darauf hat sich der Gemeinderat nach längerer Diskussion verständigt. Die neue Mehrheit machte in der Ratssitzung keinen Personalvorschlag. SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Wassenhoven: „Wir wollen von uns keinen nennen“, um die Parteipolitik herauszuhalten. Darauf schickte die CDU den Dürboslarer Ortsbürgermeister Wolfgang Klems („Wenn es nicht anders geht“) ins Rennen. Dieser zog aber seine Kandidatur zurück, als sich abzeichnete, dass das Bündnis, vertreten durch Pfarrer Charlie Cervigne , das Vorschlagsrecht erhalten solle. Nun soll Cervigne bis zur nächsten Ratssitzung am 20. Dezember einen Kandidaten benennen, der „politischer Ansprechpartner mit Mandat der Gemeinde“ sein soll. Die Gemeinde wird, so Bürgermeister Lothar Tertel, einen Raum im Rathaus zur Verfügung stellen. „Mehr ist nicht drin.“ Weitere Kosten will das Bündnis gegen Rechts übernehmen.

Eine Bücherei im Kindergarten
In Aldenhovens erster Einrichtung dieser Art soll die Leselust schon bei Jüngsten so früh wie möglich geweckt werden. Auch Eltern werden einbezogen.


Aldenhoven. „Bücher lassen sich studieren und genießen,“ sagt Pfarrer Charlie Cervigne von der evangelischen Kirchengemeinde Aldenhoven. Und genau das wird im Kindergarten „Arche“ beherzigt. Seit kurzer Zeit gibt es dort die erste Kindergartenbücherei in Aldenhoven. Hier können die Kinder Bücher eigenständig nach Lust und Laune entdecken. Die Kinder sollen möglichst früh das Buch als einen „Lebensbegleiter auch für verschiedene Gefühlssituationen“, wie Cervigne es nennt, kennenlernen. Die eigene Neugier und der eigene Ehrgeiz stehen dabei im Vordergrund, frei von Zwang. So können die Kleinen zwischen verschiedenen Themen Bücher auswählen. Ganz wie in einer richtigen Biliothek sind sie mit Hilfe von Symbolen sortiert.

Die zahlreichen Bilder- und Vorlesebücher handeln zum Beispiel von Spaß und Freude, Gesundheit, Krankheit, Religion, Technik, Freundschaft oder Mut. Da ist wahrlich für jede zukünftige Leseratte etwas dabei. Kindergartenleiterin Karla Harf betont auch, wie wichtig es ist, schon im frühen Kindesalter einen geübten und selbstständigen Umgang mit Büchern zu erlernen. Als „Unterbau für die Schule“ sehe man sich, so Cervigne. So werden die Kinder auch dazu ermuntert, bei bestimmten Fragen erst selber nachzuforschen und in der Bücherei vielleicht ein passendes Buch dazu zu finden, bevor die Erzieher einfach alles sofort erklären.

Der Pfarrer berichtet ebenso davon, dass bei den Kindern über die Bücher der natürliche Ehrgeiz, etwas verstehen zu wollen, geweckt werde. „Die Kinder wollen irgendwann nicht immer nur vorgelesen bekommen, sie sind auch stolz, wenn sie bereits erste Buchstaben oder Worte eigenständig erkennen können.“ So bildet die Kindergartenbücherei in der Tat einen Unterbau für die Schule, bei dem Neugier und Ehrgeiz geweckt werden sollen, aber auch ein sorgfältiger Umgang mit Büchern erlernt werden soll. Das Lesen nicht nur lernen und Anstrengung bedeutet, erfahren die Kleinen auf diese Weise ebenfalls, bietet die Bücherei doch neben einem Tisch zusätzlich einen weichen Teppich und zwei Sofas. Dem Entspannen und Abtauchen in eine Fantasiewelt steht nichts mehr im Weg.

Für diese angenehme Atmosphäre in der Bücherei, habe vor allem eine Person gesorgt, betont Cervigne. Brigitte Ayache habe mit Engagement und viel Sorgfalt den Raum gestaltet. Damit die frühkindliche Lese-Neugier auch zu Hause Thema wird, hat der Kindergarten die Eltern ins Boot geholt. Regelmäßige Vorlesetage, bei denen auch die Eltern mitmachen, werden auf dem Programm stehen. Das erste Treffen dieser Art (Motto „Lustige Geschichten“) steht am 18. November auf dem Plan.(spl)
 

Einstimmung auf die Martinusaktion
Käthe-Kollwitz-Realschule leistet kreative und sportliche Beiträge

 

Aldenhoven. Zu den großen Stützen der Martinusaktion gehören die Kinder der Käthe-Kollwitz-Realschule. Alljährlich tragen sie durch ihre Sponsorenläufe mit zum finanziellen Gelingen bei.

Zudem stellten sie in einem Rundbogen über den Zugang zum Kirchplatz das Projekt 2011 bildlich vor, auf der einen Seite mit Silhouetten indischer Tänzerinnen sowie die Landesfahne und auf der anderen die Milchkuh sowie eine der indischen Gottheiten, den Elefanten, und das alles sehende Auge.

Gestaltet hatten es Schülerinnen der 9. Klassen mit ihrer Kunstlehrerin Gerlinde Cremer.

Realschüler zeichnen die Wege ehemaliger jüdischer Bürger nach

Mehrteilige Gedenkfeier zur Pogromnacht in Aldenhovener Martinskirche

 

Aldenhoven. „Mit Ihrer Bereitschaft zur Teilnahme an solchen Gedenkfeiern haben Sie einen der Grundsteine jüdischen Lebens gelegt, mit der vielleicht ein Heilungsprozess der großen offenen Wunde in Gang gesetzt wird“. Das betonte der Aachener Rabbiner Mordechaj Bohrer beim Gedenken an die Reichspogromnacht in der Krypta der Aldenhovener St. Martinskirche. Organisatoren waren die Geschichtswerkstatt und die Kirchen beider Konfessionen. Erstmals waren offiziell Realschüler der zehnten Klasse beteiligt.

Solidarität mit den Opfern

Sie hatten auf einer Karte die Wege ehemaliger jüdischer Bürger Aldenhovens nachgezeichnet, die zuvor von den Konfirmanden vorgestellt worden waren. „Wir müssen an Erinnerungen festhalten aus Solidarität mit den Opfern. Damit sie ihre Würde behalten und um ihnen ein Stück Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“, erläuterte der evangelische Pfarrer Charles Cervigne die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen.

Gemeinsam gesungene neue Geistliche Lieder komplettierten die erste Station. Der weitere Weg führte zur Stele im ehemaligen jüdischen Bethaus in der Alten Turmstraße, wo Bürgermeister Lothar Tertel eine kurze Ansprache hielt. Dritte Station war die Stele im Römerpark. Dort verlas Günther Schorn die Namen der 46 Opfer, und Rabbiner Mordechaj Bohrer sprach das jüdische Totengebet „Kaddisch“. (ptj)

 

Gegen Diskriminierung
Bündnis fordert Ombudsmann für Aldenhoven


Aldenhoven. Das Aldenhovener Bündnis gegen Rechts fordert einen Ombudsmann oder eine Ombudsfrau gegen Diskriminierung. Ein entsprechender Antrag liegt dem Gemeinderat vor, der am Donnerstag, 10. November, tagt. Die Gemeindeverwaltung befürwortet das. Allerdings könne kein Mitarbeiter der Verwaltung dieses Ehrenamt übernehmen, da die Personaldecke zu dünn sei. Sprechstunden im Rathaus seien indes möglich. Für das Bündnis begründet Pfarrer Charlie Cervigne den Antrag damit, dass sich der der Gemeinderat im Oktober 2009 in einer Resolution verpflichtet habe, „jeder Art von Diskriminierung im Gemeindegebiet entgegen zu wirken“. Dieses Resolution müsse, so Cervigne, aber auch umgesetzt werden – durch eine(n) Ombudsmann bzw. -frau.

Wer Hunger hat, soll satt werden

Martinus-Aktion in Aldenhoven.

 

Spender erhalten die Ohrmarken von indischen Kühen. Pfarrer CharlesCervigne kritisiert die evangelische und die katholische Kirche wegen ihres großen materiellen Reichtums.

 

Aldenhoven. „Was kümmern uns die Menschen in Indien?“ Diese provozierende Frage ließ sich am besten mit einer weiteren Frage beantworten: „Was trennt uns von ihnen? Nur der Zufall der Geburt.“ Die Menschen in Aldenhoven, die sich der großen Martinus-Familie zugehörig fühlen, ließen sich in diesen Tagen der Martinus-Aktion sehr wohl von dem Hunger der Landbevölkerung im fernen Kontinent anrühren.

In die große Martinus-Familie, bereits gegründet im Jahre 1975, als es um die Brücke in Inchupalla in den Anden ging, und von Jahr zu Jahr bei immer wieder neuen Einzelprojekten belebt, bezog Charles Cervigne in seiner Ansprache beim ökumenischen Gottesdienst in der vollbesetzten Martinuskirche nicht nur die Spender mit ein, sondern auch alle die Menschen in der Dritten Welt, denen Martinus in den mehr als drei Jahrzehnten geholfen hat. „Wie viel Versöhnung hat es uns gebracht? Wir sind alle reicher geworden.“ Cervigne und seine Partner Hermann-Josef Meurer und Thomas Uerlichs zitierten in der Folge viele Bibelstellen, in denen Jesus erwartet, dass die Hungernden gesättigt werden. Sein Gebot an die Jünger aus dem Evangelium über die wunderbare Brotvermehrung: „Gebt den Leuten zu essen!“

Lebensmittel verschwendet

Gleichzeitig wurden von der Empore verschiedene Transparente mit zum Nachdenken zwingenden Texten entrollt.

Einige davon: „20 000 000 Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich auf dem Müll, ein Drittel in der Originalverpackung.“ Oder: „Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde zweimal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren.“

Unterstrichen wurden diese Thesen mit dem „unerschütterlichen Glauben an die Haltbarkeitsdaten“. Cervigne: „Können wir die Angst überwinden, nicht genug zu haben, um den Hungernden zu helfen?“ Er forderte, dass die Gesellschaft und auch die Kirchen ihren Blick auf die Nöte der Welt richten. Er warf den beiden großen Kirchen Bigotterie vor, weil sie Reichtümer in Milliardenhöhe besäßen und sich kaum anders verhielten als Finanzminister und Banker. Die Nöte der Landbevölkerung in Indien, um die es bei dieser Martinus-Aktion ging, veranschaulichte Diözesansekretär Hartmut Otten von Kolping International in seinem eindrucksvollen Vortrag. Diesem schloss sich dann der Opfergang an, in dem jeder seinen Spendenbeitrag leistete und als Erinnerung eine Ohrmarke mitnehmen konnte, wie sie die Kühe in Indien tragen, für deren Anschaffung die Spenden dienen.

Dieser Gottesdienst hat alle zum Nachdenken gebracht, nicht zuletzt beim Schlusslied „Wir träumen einen Traum von einer besseren Welt“.

Nach dem Gottesdienst wurde der Martinusmarkt auf dem Kirchplatz eröffnet, für den einige ehrenamtliche Helfer ein großes Zelt aufgerichtet hatten.

Der Martinstag für die Kinder war bereits der Samstagabend, an dem verschiedene Fackelzüge von den Grundschulen und Kindergärten zum Römerpark zogen. Dort entzündete St. Martin das große Feuer. Danach zogen alle zur Kirche, um das Martinusspiel von der Mantelteilung erleben. (gre)

Entschuldung unserer Kommunen
Die CDU-Landtagsfraktion hat heute (27.09.) ein umfassendes Konzept zu Entschuldung der nordrhein-westfälischen Kommunen beschlossen. Vorgestellt wurden das Papier (KomPasS II) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Fraktionschef Karl-Josef Laumann, seinem Stellvertreter Klaus-Peter Biesenbach, den Sprechern für die Bereiche Kommunalpolitik und Finanzen, Bodo Löttgen und Manfred Palmen sowie dem Landesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU des Landes Nordrhein-Westfalen, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann.
Als Gegenentwurf zum Stärkungspaktgesetz von SPD und Bündnis90/Die Grünen wird damit ein transparenter, gerechter und nachhaltiger Lösungsweg für die 164 Kommunen vorgelegt, die überschuldet sind, sich in Haushaltsnotlage oder Haushaltssicherung befinden.

Details können in der angefügten Gegenüberstellung verglichen werden.
Gegenueberstellung.pdf
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Haushaltsrede 2011 der CDU Fraktion

 

 

Tief betroffen müssen wir Abschied nehmen von

Willi Dohmen

1. Januar 1958 – 15. Juni 2011

 


Willi Dohmen trat 1984 der CDU bei. Er gehörte vom 15.2.2001 bis zum 28.10.2009 dem Gemeinderat in Aldenhoven an. Bereits seit 1994 war er als sachkundiger Bürger in den verschiedensten Ausschüssen tätig, wobei ihm der Schul- und Sozialausschuss besonders am Herzen lag.

Mit seiner fairen sowie kollegialen Art war er ein zuverlässiger und engagierter Mitstreiter, dessen Rat immer gefragt und durch seinen Einsatz für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger große Wertschätzung erfuhr. Die CDU hat einen liebenswürdigen, humorvollen und allseits geschätzten Freund verloren.

Wir werden Willi in ehrender Erinnerung behalten. Seiner Familie sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.

 

             Leo Neulen                                           Reinhard Paffen

       Vorsitzender des                                        Vorsitzender der

CDU Gemeindeverbandes                                 CDU Fraktion 

 

Do

16

Jun

2011

Verbesserungen beim Thema Dichtheitsprüfungen

Mit dem Entschließungsantrag „Kommunen und Hauseigentümer bei der landesweiten Umsetzung der Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserleitungen unterstützen“ hatte die CDU-Landtagsfraktion bereits am 30.03.2011 die von zahlreichen Bürgern geäußerte Verunsicherung aufgegriffen und sich unmissverständlich auf die Seite der Bürger und Kommunen gestellt.

 

Heute können wir Ihnen mitteilen, dass wir in intensiven Verhandlungen wesentliche Verbesserungen für Bürger und Kommunen erreichen konnten. Am Ende haben sich die Regierungsfraktionen weitestgehend unseren Forderungen angeschlossen.

Grundlagen sind ein gemeinsamer Antrag von CDU, SPD und Grünen sowie ein ergänzender Erlass des Umweltministeriums.

 

Die wichtigsten Punkte des gemeinsamen Antrages lauten:

  1. Dichtheitsprüfungen von privaten Abwasseranlagen außerhalb von Wasserschutzgebieten sollen zeitgleich dann durchgeführt werden, wenn die Kommune eine entsprechende Überprüfung und Maßnahmen für den jeweiligen öffentlichen Kanal vorsieht.
  2. Die schonendste Art der Dichtheitsprüfung soll genutzt werden, d.h. neben der Druckprüfung und der TV-Inspektion auch die Wasserstandsfüllprüfung (einfache Dichtheitsprüfung). Eingeführt werden soll außerdem eine drucklose Durchflussprüfung. Die Entscheidung über das anzuwendende Prüfverfahren fällt der Eigentümer.
  3. Für den Bürger dürfen keine strengeren Maßstäbe gelten, als sie der öffentlichen Hand auferlegt werden. Grundsätzlich sollen daher öffentliche und private Kanäle zeitgleich saniert werden. Auf die Sanierung von Bagatellschäden soll verzichtet werden. Für die Sanierung mittlerer Schäden wurde die Frist von 12-24 Monaten auf 5 Jahre verlängert.
  4. Das in fast allen Kommunen verbotene - in vielen Landesteilen ehemals übliche und bisher geduldete - Einleiten von Drainagewasser in den Schmutz- oder Mischwasserkanal wird zwar nicht erlaubt, führt aber nicht in jedem Fall zu einer Sanierungspflicht für den privaten Grundstückseigentümer. Über die Umsetzung entscheidet die Kommune eigenverantwortlich.
  5. Durch eine verstärkte Information und Beratung sollen die Betroffenen vor sogenannten Kanalhaien besser geschützt werden.
  6. Die Landesregierung stellt die nahtlose Fortführung der Förderleistungen sicher und wird ein Förderprogramm für Kommunen und ein Kreditprogramm für private Eigentümer auflegen.

Wir konnten somit erreichen, dass nahezu alle Forderungen der CDU aufgenommen wurden. Damit hat die CDU im Landtag Nordrhein-Westfalen wichtige Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger erreicht. Die Interessen des Umweltschutzes werden unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Betroffenen gewahrt.

 

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihre hilfreiche Unterstützung mit vielen Hinweisen aus der Praxis. Gemeinsam sollten wir ein wachsames Auge darauf haben, dass die Landesregierung die Forderungen auch tatsächlich umsetzt. Gerne werde ich Sie auch weiter auf dem Laufenden halten.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Josef Wirtz

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Do

09

Jun

2011

Ein regionaler Konsens ist Vorbedingung

Dr. Barbara Schnellenberger aus Köln, Vorstandsmitglied der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft, Träger des Mädchengymnasiums Jülich, äußert sich zur Schuldebatte in Aldenhoven:
Der einsame Beschluss des Aldenhovener Rates, eine Gemeinschaftsschule zu gründen, ist nicht nur unter pädagogischen Gesichtspunkten umstritten, sondern auch rechtlich bedenklich.

Jedermann kann auf www.schulministerium.nrw.de nachlesen, dass ein regionaler Konsens Vorbedingung für die Genehmigung einer solchen Schulform ist. Ich zitiere:

 

"Errichtung einer Gemeinschaftsschule muss eine langfristig sinnvolle Entwicklung des kommunalen bzw. regionalen Schulangebots ermöglichen. Dies setzt nicht nur eine lokale Schulentwicklungsplanung voraus, sondern erfordert in vielen Fällen eine abgestimmte interkommunale oder regionale Planung. Das gilt vor allem dann, wenn - wie bei kleineren Gemeinden - die organisatorischen Voraussetzungen zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule nur durch Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mehrerer Gemeinden gesichert werden können. Die Landesregierung setzt bei der Einführung von Gemeinschaftsschulen auf den größtmöglichen regionalen Konsens. Vor Ort kann die Gemeinschaftsschule nur dann erfolgreich sein, wenn diese von einem breiten Konsens getragen wird.  Sofern durch die Errichtung einer Gemeinschaftsschule eine Bestandsgefährdung einer Schule eines anderen Schulträgers eintritt, ist eine Teilnahme am Modellvorhaben nicht möglich."

 

Am 16. Juni stellt der Kreis Düren den Schulentwicklungsplan der Region vor. Dann sollte Aldenhoven zunächst einmal mit den benachbarten Gemeinden und Städten bzw. Schulträgern sprechen, die jetzt Aldenhovener Schülerinnen und Schüler beschulen.

 

Quelle Brief an die Lokalredaktion Jülicher Zeitung / Seite 20

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Sa

28

Mai

2011

Gemeinschaftsschule: Antragsverfahren in Gang gesetzt

Aldenhoven sondiert Möglichkeiten zur Errichtung einer Einrichtung für die Klassen 1 oder 5 bis 10. Tertel-Antrag „ergebnisoffen“.


In Aldenhoven werden in den nächsten sieben Wochen die Voraussetzungen für die Errichtung einer Gemeinschaftsschule geprüft. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, also auch mit den Stimmen der CDU.

Danach wird die Verwaltung beauftragt, die Voraussetzungen für einen Genehmigungsantrag beim NRW-Schulministerium abzuklopfen. Dazu werden die Eltern befragt, die Voten der Schulen eingeholt, die Interessen der Nachbarkommunen abgeklärt, die organisatorische Umsetzung ausgearbeitet, ein Zeitplan erstellt und ein pädagogisches Konzept formuliert. Der Gemeinderat stimmte damit einem Änderungsantrag von Bürgermeister Lothar Tertel zum „Organisationsmodell Gemeinschaftsschule“ zu. Die SPD hatte zuvor beantragt, in Düsseldorf die Genehmigung einer großen Gemeinschaftsschule, die die Klassen 1 bis 10 umfasst, zu beantragen. Diesen Antrag hatten die Kooperationspartner Freie Wählergemeinschaft (FWG) und FDP im Schulausschuss unterstützt, während CDU-Sprecher Georg Krapp neben inhaltlichen Mängeln die Hast moniert hatte.

Die CDU stimmte im Rat dem Tertel-Antrag zu, weil er „ergebnisoffen“ sei. Zudem werde der Schulentwicklungsplan des Kreises, der am 16. Juni vorgelegt werden soll, noch Berücksichtigung finden.

 

Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen, ein „Verfechter der Verbundschule“ (Haupt- und Realschule unter einem Dach), sagte, die Christdemokraten könnten sich „mit der Gemeinschaftsschule 5 bis 10 anfreunden“. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Komplan (Bochum) hatte ergeben, dass die künftigen Schülerzahlen in Aldenhoven für eine Verbundschule nicht ausreichend seien und die Gemeinschaftsschule 5 bis 10 die einzige Alternative sei, um künftig eine Beschulung in der Sekundarstufe I sicherzustellen. Dieser Einschätzung hatte sich auch Tertel – „die absolut beste Lösung“ – angeschlossen.

 

Die Gemeinschaftsschule ist ein Modellversuch der rot-grünen Landesregierung, die Zahl der teilnehmenden Kommunen ist auf 50 beschränkt. Daher hatte die SPD nach Gesprächen mit der SPD-Landtagsfraktion die Idee einer großen Gemeinschaftsschule entwickelt. Damit wäre die Gemeinde, so Fraktionschef Udo Wassenhoven, Vorreiter im Land, und die Genehmigungschancen wären zudem weitaus größer. Die Zustimmung zum Tertel-Antrag begründete der Freialdenhovener Sozialdemokrat damit, dass er „alle Möglichkeiten offen lässt“.

In der Debatte hatte Paffen den SPD-Vorstoß scharf kritisiert. Die „geschickt verpackte Einheitsschule“ werde die CDU „als Opposition bekämpfen“. Rot-grüne Regierungskreise in Düsseldorf hätten „in Aldenhoven einen Dummen gefunden“, „am Parlament vorbei“ wolle die SPD „Fakten schaffen“ und die große Gemeinschaftsschule „auf Biegen und Brechen“ durchsetzen. „Die Lehrer sind gegen die neuem Schulform.“ Wassenhoven warf Paffen vor: „Sie spielen mit der Angst“ der Betroffenen. Die Gemeinschaftsschule sei die einzige Option. „Sonst wird es zappenduster!“ (gep)

 

Quelle Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 15

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Fr

27

Mai

2011

Sachgerechte Argumente wirken doch

Im letzten Schul- und Sozialausschuss wurde trotz erheblicher fundierter Einwände der anwesenden Aldenhovener Schulleiter durch die neue Mehrheit aus SPD/FWG und FDP beschlossen, dass für Aldenhoven eine Gemeinschaftsschule ab Klasse 1 eingerichtet werden soll.

Ein solches Versuchsmodell mit unseren Grundschulkindern sollte ohne vorherige Einbeziehung des Kreises, den Schulterschluss mit der Schulleitung und die Erfragung und Beteiligung des Kinder- und Elternwillens stattfinden. Dieser blinde Aktionismus war ein Experiment mit unseren Grundschulkindern.

Auf Grund der vielfältigen Bedenken gegen ein solches Antragsverfahren ohne vorherige Beteiligung der Betroffenen wurde dann in der Ratssitzung ein sinnvoller Weg des Miteinanders eingeschlagen.

Der Rat der Gemeinde Aldenhoven hat nun die Verwaltung beauftragt daher eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen vorzunehmen, eine Entscheidung der Schulkonferenzen einzuholen, eine förmliche Elternbefragung durchzuführen und Informationen zur organisatorischen Ausrichtung der Gemeinschaftsschule zusammen zu tragen. Hierbei kann sich die Verwaltung nun auch externer Hilfe bedienen. Ein finanzieller Betrag hierfür wird bereitgestellt. Auf jeden Fall ist die Projektgruppe Gemeinschaftsschule im Ministerium für Schule und Weiterbildung einzubinden.

In der nächsten Ratssitzung am 21. Juli 2011 soll dann eine Berichterstattung erfolgen.

 

Georg Krapp

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Mi

25

Mai

2011

Mehrheit beantragt für Aldenhoven Gemeinschaftsschule ab der ersten Klasse

Trotz erheblicher fundierter Einwände der anwesenden Aldenhovener Schulleiter hat die Mehrheit aus SPD/FWG und FDP im Schul- und Sozialausschuss beschlossen, dass für Aldenhoven eine Gemeinschaftsschule ab Klasse 1 eingerichtet werden soll.

Ein solches Versuchsmodell mit unseren Grundschulkindern findet nun ohne vorherige Einbeziehung des Kreises, den Schulterschluss mit der Schulleitung und die Erfragung und Beteiligung des Kinder- und Elternwillens statt.

Dieser blinde Aktionismus ist ein Experiment mit der Zukunft unserer Grundschulkinder.

Dies ist unverantwortlich!

 

Georg Krapp

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Sa

21

Mai

2011

Im Bürgerbüro tropft Wasser von der Decke

Heizungsrohre im Aldenhovener Rathaus undicht


Kaum hat das neue Bürgerbüro im renovierten Aldenhovener Rathaus den Betrieb aufgenommen, tropft es dort von der Decke. Wie Bürgermeister Lothar Tertel bestätigte, ist das Heizungsrohrsystem undicht.

 

Folge sind Wasserschäden im Bürgerbüro, im Büro des Bürgermeisters und im Vorzimmer der Baudezernentin Anita Klotz. In zwei Steigleitungen sind Haarrisse festgestellt worden Insgesamt besteht das Rohrsystem aus etwa 60 Leitungen mit einer Gesamtlänge von mehr als 300 Metern. Die defekten Rohre werden am Wochenende vom Keller bis zum 2. Obergeschoss freigestemmt und ausgetauscht. Über die Kosten konnte Tertel noch keine Angaben machen, die Reparatur erfolgt im Rahmen der Hausmeisterverträge.

Der Vorfall ist Wasser auf die Mühlen der CDU-Opposition. Deren Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen hatte stets davor gewarnt, dass die Sanierung „ein Fass ohne Boden“ werde. Die Union hatte sich während des Kommunalwahlkampfs 2009 für einen Rathaus-Neubau ausgesprochen, da das Verwaltungsgebäude aus den 60er Jahren zu marode sei.

 

SPD, Freie Wählergemeinschaft FWG und FDP hatten dies mit Blick auf die desolate Haushaltslage abgelehnt. Daher wurden nur 450 000 Euro aus Konjunkturpaket-II-Mitteln dafür verwandt ein Bürgerbüro einzurichten, eine behindertengerechte Toilettenanlage im Erdgeschoss einzubauen und im Zuge der neuen Raumaufteilung die Büroräume zu renovieren. Eine energetische Sanierung soll, so die neue Mehrheit im Gemeinderat, in Angriff genommen werden, sobald dafür die finanziellen Mittel mobilisiert werden können. Die CDU hatte seinerzeit argumentiert, dass ein Neubau hinter dem abzubrechenden Bürotrakt mit 2,2 Millionen Euro nicht teurer sein werde als eine Komplettsanierung. (gep)

 

Quelle Jülicher Zeitung / Lokales / Seite 16

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Fr

20

Mai

2011

Eilmeldung

Der letzte Handwerker hat kaum das Rathaus verlassen, da passiert es. Plötzlich steht das Vorzimmer des Bürgermeisters unter Wasser. Ein Leck im Rohrleitungssystem ist die Ursache. Wände werden aufgestemmt vom Keller bis zum Dachgeschoss. Zum Vorschein kommen vom Rost an gefressene Leitungen. Und das ist erst der Anfang. So wird die Sanierung zum Fass ohne Boden.


Wir als CDU haben es voraus gesagt. Doch die neue Mehrheit wusste alles besser. Nun soll sie auch die Konsequenzen tragen.

 

Reinhard Paffen

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Fr

20

Mai

2011

Rathaussanierung gescheitert

Ein schlichter Gebäudekomplex im Stil der 60er Jahre mit dünnen Außenwänden, hohen einfachverglasten Fensterfronten und nicht isolierten Flachdächern, das ist das Aldenhovener Rathaus. Es ist in die Jahre gekommen. Feuchte Keller, Schimmelpilzbefall, Risse und Schäden, wohin man sieht, schrottreife Rohrleitungen und veralterte Installationen verursachen einen jährlichen Unterhaltungs- und Bewirtschaftungsaufwand von 100.000 €. Ein Fall für die Abrissbirne, sollte man meinen.

Darum lautete unser Konzept als CDU:  Abbruch des alten Bürotraktes und Errichtung eines kleineren, modernen Zweckbaus für 2,8 Mio. € auf Mietkaufbasis, erbaut und betrieben durch einen Generalunternehmer. Erfahrene Fachingenieure und Investoren hatten uns dazu geraten. Nach 7 Jahren waren wir Eigentümer. Das Projekt war durch finanziert. Die Zinsen beliefen sich auf deutlich unter 100.000 € bei gleichzeitiger Einsparung der alten laufenden Aufwendungen.

Davon unbeeindruckt setzte die neue Mehrheit die Sanierung durch. 1,8 Mio. € sollte sie kosten. Dass dafür im Haushalt der Gemeinde kein einziger Euro veranschlagt war, ließ sie vollkommen außer Acht. Ihr reichte die Förderung des Bundes von 0,5 Mio. €, um beginnen zu können. Welch grobe Fahrlässigkeit! Unter diesen Umständen war die Sanierung von vorne herein zum Scheitern verurteilt.

Ein Jahr lang war das Rathaus eine einzige Baustelle. Es wurde gehämmert, gebohrt und geflickt an Wänden, Böden und vergammelten Leitungen. Zum Schluss reichte das Geld nicht mehr. Die halbe Million war aufgebraucht.
Jetzt  werden die Toiletten auf der Bürgermeisteretage durch Wasserleitungen versorgt, die, wie zu Nachkriegszeiten im Sozialen Wohnungsbau, auf dem Putz verlegt sind. Am System der Entwässerung des Hinterhofes wurde nichts geändert. Wann der Keller wieder unter Wasser steht, ist nur eine Frage der Zeit.

Eine halbe Million wurde regelrecht verplempert. Keine einzige energetische Maßnahme kam zum Tragen, weder der Einbau von über 200 isolierverglasten Fenstern, noch die Dämmung der Außenwände und Flachdächer. Von regenerativer Energieversorgung für das Rathaus erst gar nicht zu reden.
So bleibt das Rathaus weiterhin Energiefresser Nr. 1. Die neue Mehrheit kümmert es wenig. Das Nachsehen hat dafür der Steuerzahler.

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Sa

07

Mai

2011

SPD stößt FDP und FWG mit Vorstoß vor den Kopf

Partner in der neuen Mehrheit werden nicht über den Vorschlag zur Einrichtung einer großen Gemeinschaftsschule informiert. Zander äußert sein Befremden. Dieter Froning fordert: Für Aldenhoven darf nur etwas Besseres herauskommen.


Die Aldenhovener SPD hat mit ihrem Vorschlag, im Kernort eine Gemeinschaftsschule für die Klassen 1 bis 10 einzurichten, ihre beiden Partner in der neuen Mehrheit, die Freie Wählergemeinschaft (FWG) und FDP, vor den Kopf gestoßen.

Die FDP sei „vorab nicht informiert“ worden, kritisiert Fraktionsvorsitzender Willi Zander den Alleingang der Genossen.

 

Und FWG-Chef Dieter Froning bezeichnet die Vorgehensweise der SPD als „politisch nicht klug, aber pressewirksam“. Wie berichtet, wollen die Aldenhovener Sozialdemokraten ab dem Schuljahr 2012/2013 eine Gemeinschaftsschule errichten – bislang einzigartig in NRW.

Dazu sollen die zwei Grundschulen, die Hauptschule und die Realschule im Kernort verschmolzen werden, sollte die Landesregierung denn grünes Licht geben.

 

„Die Idee mag ganz gut sein, aber vieles ist ungeklärt“, kommentiert Freidemokrat Zander. Aber hier gehe es „um mehr als um eine Änderung der Friedhofssatzung“. Daher müsse er sein „Befremden zum Ausdruck bringen“, dass seine Fraktion „wohl als Mehrheitsbeschaffer“ im Gemeinderat gefragt sei, aber nicht auf dem Laufenden gehalten werde. Er hege zudem den Verdacht, dass die SPD des Landes NRW und des Kreises Düren in Baden-Württemberg „abgekupfert“ habe.

 

Im Ländle, unter CDU-Vorherrschaft eine Hochburg des dreigliedrigen Systems (Sekundarstufe I mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium), will die neue grün-rote Landesregierung ebenfalls die große Gemeinschaftsschule einführen, in der alle Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen.

 

CDU für Verbundschule

Die Christdemokraten in Aldenhoven und in der Landeshauptstadt Düsseldorf favorisieren dagegen die Verbundschule, die bei rückläufigen Schülerzahlen Hauptschule und Realschule weiter bestehen lässt, aber unter eine Leitung und mit einem Lehrerkollegium unter einem Dach zusammenfasst.

Auch FWG-Chef Froning macht aus seiner Enttäuschung über die Genossen vor Ort keinen Hehl. „Ich hätte mir gewünscht, dass das vorbesprochen worden wäre.“

 

Jetzt gehe es darum, den Vorschlag „sachlich zu betrachten“. Es gebe aber für Aldenhoven „eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten“. Die FWG hatte zuletzt eine Gesamtschule, die allerdings nur zusammen mit Nachbarstädten wie etwa Jülich und Linnich zu realisieren sei, ins Gespräch gebracht. Das aber, so Froning, bedeute, „auf andere Schulformen zu verzichten“.

Das NRW-Modell einer Gemeinschaftsschule mit den Klassen 5 bis 10 ist für die Freien Wähler vorerst nur ein „Versuchsballon“, zudem mangele es an Rechtssicherheit. Die Marschroute in der Schulpolitik sei für die FWG: Für Aldenhoven darf „nur etwas Besseres herauskommen.“

 

Die allgemeine schulpolitische Diskussion kranke im Übrigen, so Froning, an dem „fundamentalen Widerspruch“, dass einerseits eine „Konsolidierung“ der Schullandschaft angestrebt werde, andererseits eine „Abwerbung“ von Schülern aus Nachbarkommunen nicht möglich sei.

 

Sollte die NRW-Regierung tatsächlich eine große Gemeinschaftsschule in Aldenhoven als Pilotprojekt genehmigen, stünden FWG und FDP dem grundsätzlich nicht ablehnend gegenüber. Denn dann, so der Liberale Zander, hieße das immerhin: „In Aldenhoven tut sich was.“ (gep)

 

Quelle Jülicher Zeitung / / Seite 17

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Sa

07

Mai

2011

Gemeinschaftsschule XXL nur ein Versuchsballon ?

Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse unter einem Dach, diese Idee beschäftigt derzeit die Aldenhovener Sozialdemokraten und vielleicht auch die Landesregierung und demnächst die Gerichte. Möglicherweise möchten Kraft, Löhrmann & Co. mit der XXL-Variante der Gemeinschaftsschule einen schulpolitischen Versuchsballon in einem überschaubaren Gebiet steigen lassen. Abseits solcher Diskussionen ist der Vorschlag für den Schulfrieden in der Merzbachgemeinde nicht gerade förderlich, weil die betroffenen Schulen – das sind praktisch alle im Zentralort – damit rechnen müssen, überflüssig zu werden.

 

Zum Glück kann sich die Verunsicherung in der Elternschaft, die durch die Gedankenspiele der SPD ausgelöst wird, nicht mehr auf die aktuellen Anmeldezahlen auswirken. Bevor Aldenhoven zur Modellkommune avanciert, deren Schullandschaft Vorbild fürs ganze Bundesland wird, dürfte noch viel Wasser den Merzbach herunterrinnen. Vielleicht wird der Geist auch wieder schnell zurück in die Flasche gesperrt.

 

Quelle Jülicher Zeitung / / Seite 16 Antonius Wolters

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Mi

04

Mai

2011

„Eine solche Mehrheit nicht verdient“

Der CDU-Gemeindeverband Aldenhoven wählt einen neuen Vorstand und kritisiert die amtierende „Regierung“


Dank der Neugründungen von Junger Union (JU) und Frauen Union (FU) in Aldenhoven vermeldete Gemeindeverbandsvorsitzender Leo Neulen auf der CDU-Mitgliederversammlung ein „volles Haus“ im Lokal Schäfer. Das gesteigerte Interesse der Mitglieder mag auch daran gelegen haben, dass sich die Partei auf Gemeinde- und Landesebene zurzeit in der Opposition befindet.

 

Neben den Ergebnissen der Vorstandswahlen waren auch die Ausführungen des Landtagsabgeordneten Josef Wirtz und des Fraktionsvorsitzenden Reinhard Paffen über die aktuellen Geschehnisse in Land und Gemeinde von Interesse.

 

Neuwahlen laufen glatt

Die gut vorbereiteten Vorstandswahlen folgten den Vorschlägen des Vorstandes jeweils mit großen Mehrheiten oder einstimmig. Vorsitzender Leo Neulen, der eingangs in großen Zügen Rechenschaft über die letzten beiden Jahre abgelegt und auch für die kommenden Jahre gute Parteiarbeit versprochen hatte, wurde einstimmig wiedergewählt.

Mit jeweils großen Mehrheiten wurden seine beiden Stellvertreter Franz-Josef Errens und Georg Krapp gewählt. Mit Dennis Stötzer, einem jungen Mann, der aus der JU hervorgegangen ist, hatte sich der Vorstand einen „frischen Mann“ herangeholt, der den langjährigen Geschäftsführer Hans Palm ablösen wird. Leo Neulen lobte die großen Aktivitäten von Palm, der zunächst in seiner neuen Rolle als Beisitzer seinem Nachfolger Unterstützung versprochen hat.

Daniel Kratz, der JU-Vorsitzende, wurde mit großer Mehrheit in den Vorstand des Gemeindeverbandes gewählt. Zu Beisitzern wurden neben Hans Palm Hans Ackens, Amedeo Cellucci, Wilhelm Kleiker, Wolfgang Klems, Hans-Josef Königstein, Heinz-Jakob Sauer, Ulrike und Karl Schwarz bestellt, so dass alle Ortsverbände im Gesamtvorstand vertreten sind.

 

Zudem wurden die Vertreter zum Kreisparteitag benannt. Es sind Klaus-Dieter Drehsen, Hans Ackens, Georg Krapp und Franz-Josef Errens.

Josef Wirtz berichtete zunächst über das Thema „Innovationsregion Rheinisches Revier“, das sich in erster Linie mit der Braunkohle-Nachfolgelandschaft befassen soll. Wirtz kritisierte, dass im Beirat die vom Braunkohletagebau auch betroffene Kommunen Aldenhoven und Inden unzureichend vertreten seien, hingegen belgische Vertreter in den Beirat gewählt worden seien. Die CDU verlange hier Korrekturen.

 

Einen breiten Raum seiner Ausführungen widmete der Landtagsabgeordnete der Rolle der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulz (SPD) um angeblich verschwundene Brennelementekugeln im Forschungszentrum Jülich (FZJ). Als Dienstherrin von 4600 Beschäftigten des FZ habe sie diese in Verruf gebracht. Zu dem Thema habe die CDU-Landtagsfraktion eine Sondersitzung beantragt, in der ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss gefordert werde, wenn die Sondersitzung kein befriedigendes Ergebnis bringe. Zur Schulpolitik der Landtagsmehrheit merkte Wirtz an, dass nicht nach jedem Regierungswechsel die Schulstrukturen verändert werden müssten. Die CDU habe Gesprächsangebote gemacht mit dem Ziel, dass wieder Ruhe an der „Schulfront“ einkehre.

 

Zu diesem Thema äußerte sich auch CDU-Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen, dessen Fraktion sich mit dem einen oder anderen Vorschlag anfreunden könne, so zum Beispiel mit der Verbundschule, nicht jedoch mit dem Vorschlag der Aldenhovener SPD einer großen Gemeinschaftsschule für alle Jahrgänge von 1 bis 10.

 

Ein solcher Vorschlag mache alle drei vorhandenen Grundschulen in der Gemeinde „platt“. Paffen und Wirtz wiesen darauf hin, dass dieser Idee zudem die gesetzliche Grundlage fehle. Bei der Bildung von Bildungspartnerschaften auf der Ebene des Kreises habe sich die Gemeinde Aldenhoven offenbar selbst isoliert, weil sie unpassender Weise mit eigenen Ideen vorgeprescht sei.

Weiter befasste sich Paffen mit den aufwändigen, aber unzureichenden „Reparaturen“ am Rathaus, die ohne energetische Verbesserungen vorgenommen worden seien. Sein Thema war auch die desolate Finanzsituation der Gemeinde und die Hilflosigkeit der Ratsmehrheit, mit dieser prekären Situation zurecht zu kommen. „Alle guten Vorschläge der CDU werden ignoriert. Aldenhoven hat eine solche Mehrheit nicht verdient.“ (gre)

 

Quelle Jülicher Zeitung / / Seite 16

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Do

24

Mär

2011

Ein Großartiger Erfolg der neugegründeten Frauenunion der CDU Aldenhoven

RA Georg Krapp bei seinem ReferatRA Georg Krapp bei seinem Referat
RA Georg Krapp bei seinem ReferatRA Georg Krapp bei seinem Referat

Direkt mit ihrer ersten Aktion konnte die  neugegründete  FU Aldenhoven einen beachtlichen Erfolg verbuchen.

 

Mit einer Info-Veranstaltung zum Thema „Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht“ hatten die CDU-Frauen anscheinend großes Interesse in der Bevölkerung geweckt.

 

In der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Marienschule referierte Rechtsanwalt Georg Krapp über dieses Thema und stellte die Notwendigkeit einer solchen Vereinbarung dar. So zeigte er anhand von Beispielen auf, dass  eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht nicht nur für ältere Menschen wichtig ist sondern gerade auch im Ernstfall die jüngere Generation betreffen kann.


Im Anschluss an den Vortrag gab Georg Krapp den Bürgern Gelegenheit zu einer Diskussionsrunde und beantwortete alle Fragen rund um dieses Thema.

 

Abschließend bedankte sich die Vorsitzende Ulrike Schwarz bei Rechtsanwalt Krapp für die Unterstützung sowie bei den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern für ihr Interesse.

 

Martina Krause

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Fr

11

Feb

2011

CDU sieht „Planungslosigkeit“

Fraktionschef Reinhard Paffen kritisiert neue Mehrheit in Aldenhoven

 

Nach Einschätzung der Aldenhovener CDU hat die neue Mehrheit im Gemeinderat aus SPD, Freier Wählergemeinschaft (FWG) und FDP bisher „nicht viel erreicht“. Wie Fraktionsvorsitzender Reinhard Paffen erläutert, könne er sich die verlautbarte Zuversicht dieser Parteien-Kooperation nicht erklärten. Dazu „besteht absolut kein Anlass”. Der Siersdorfer Christdemokrat reagiert damit auf ein Treffen der drei Fraktionen nach mehr als einem Jahr der Zusammenarbeit.

Kein Konzept
Erstmals in ihrer Geschichte, so Paffen, habe die Gemeinde ihre Handlungsfähigkeit verloren. Auch 2011 werde es keinen genehmigungsfähigen Haushalt und kein Haushaltssicherungskonzept geben. Und bei der neuen Mehrheit sei „kein Konzept in Sicht“.

In der Wirtschaftsförderung bestehe „Planungslosigkeit“.

Statt die Kompetenzen von Bürgermeister Lothar Tertel zu nutzen, werde er „torpediert“, kritisiert Paffen.

Die Modernisierung des Rathauses sei „ein Schuss in den Ofen“, weil für eine energetische Sanierung kein Geld zur Verfügung gestellt werde. Das sei somit „Flickschusterei“.

Und es sei klar, dass SPD, FWG und FDP „so langsam die Probleme über den Kopf wachsen“.

Bei der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Aldenhoven GmbH (Woga) „fehlt eine ordnende Hand”. Um die Woga mit ihren Wohneinheiten in der Propstei-Straße, der Von-Goer-Straße und der Frauenrather Straße verkaufen zu können, sei zunächst ein Wertgutachten zu erstellen. Dies werde ergeben, dass der geforderte Preis „bei weitem zu hoch“ sei. Deswegen habe eine Reihe von Interessenten von einem Kauf abgesehen, schildert Paffen.

Das Gutachten werde zudem bilanzielle Probleme nach sich ziehen. Und da die Gemeinde die Woga erstmals in ihrer Konzernbilanz verarbeite, sei mit weiteren Schwierigkeiten zu rechnen. Es gebe „Verstöße“, die der derzeitige Geschäftsführer Hans Schröder „zu verantworten“ habe.

In der Schulpolitik sei gefordert, dass „gute Angebot“ zu sichern und zu verbessern. Erste Vorschläge liegen, so Paffen, schon auf dem Tisch: Die beiden Grundschulen könnten zusammengelegt werden. Die Haupt- und die Realschule könnten zu einer Verbund- oder zu einer Gemeinschaftsschule umgegliedert werden. (gep)

 

Quelle Jülicher Zeitung

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Fr

14

Jan

2011

Dank an die Aldenhovener Landwirte

Am Heiligen Abend haben sich Aldenhovener Landwirte tatkräftig an der Räumung von Strassen in mehreren Ortsteilen unserer Gemeinde beteiligt.

Wie unser Bürgermeister in der letzten Ratssitzung mitteilte, konnten in enger Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern, dem Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes und der Feuerwehr auch Strassen, die nicht im Winterdienst berücksichtigt sind, passierbar gemacht werden.
 
Für diesen Einsatz gebührt aus Sicht der CDU-Aldenhoven allen Beteiligten
ein besonders herzliches Dankeschön.

 

Amedeo Cellucci

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