Ein regionaler Konsens ist Vorbedingung

Dr. Barbara Schnellenberger aus Köln, Vorstandsmitglied der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft, Träger des Mädchengymnasiums Jülich, äußert sich zur Schuldebatte in Aldenhoven:
Der einsame Beschluss des Aldenhovener Rates, eine Gemeinschaftsschule zu gründen, ist nicht nur unter pädagogischen Gesichtspunkten umstritten, sondern auch rechtlich bedenklich.

Jedermann kann auf www.schulministerium.nrw.de nachlesen, dass ein regionaler Konsens Vorbedingung für die Genehmigung einer solchen Schulform ist. Ich zitiere:

 

"Errichtung einer Gemeinschaftsschule muss eine langfristig sinnvolle Entwicklung des kommunalen bzw. regionalen Schulangebots ermöglichen. Dies setzt nicht nur eine lokale Schulentwicklungsplanung voraus, sondern erfordert in vielen Fällen eine abgestimmte interkommunale oder regionale Planung. Das gilt vor allem dann, wenn - wie bei kleineren Gemeinden - die organisatorischen Voraussetzungen zur Errichtung einer Gemeinschaftsschule nur durch Aufnahme von Schülerinnen und Schülern mehrerer Gemeinden gesichert werden können. Die Landesregierung setzt bei der Einführung von Gemeinschaftsschulen auf den größtmöglichen regionalen Konsens. Vor Ort kann die Gemeinschaftsschule nur dann erfolgreich sein, wenn diese von einem breiten Konsens getragen wird.  Sofern durch die Errichtung einer Gemeinschaftsschule eine Bestandsgefährdung einer Schule eines anderen Schulträgers eintritt, ist eine Teilnahme am Modellvorhaben nicht möglich."

 

Am 16. Juni stellt der Kreis Düren den Schulentwicklungsplan der Region vor. Dann sollte Aldenhoven zunächst einmal mit den benachbarten Gemeinden und Städten bzw. Schulträgern sprechen, die jetzt Aldenhovener Schülerinnen und Schüler beschulen.

 

Quelle Brief an die Lokalredaktion Jülicher Zeitung / Seite 20

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