Wer im Glashaus sitzt…

Dass nach Wahlen die Ergebnisse durch einzelne Parteien unterschiedlich interpretiert werden, liegt in der Natur der Sache und dem demokratischen Wettstreit.

 

Ein starkes Stück an dreister Wahlanalyse erlaubte sich aber einmal mehr die Aldenhovener SPD nach der Landtagswahl vom 09. Mai. Dort wurde der Erfolg des CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz, der von den Bürgern erneut mit einem Direktmandat  ausgestattet wurde und 42,06 % der Stimmen in Aldenhoven erhielt, als Schlappe dargestellt. Im Vergleich der Ergebnisse aller Kommunen des Wahlbezirkes Düren I lag das Aldenhovener Ergebnis der Erst- und Zweitstimmen der Union jeweils auf Platz drei. Die Aldenhovener Genossen meinten hieraus einen zahnlosen Wolf erkennen zu können und gaben Empfehlungen für einen Führungswechsel bei der Aldenhovener CDU.

 

Da aber der SPD Kandidat in Aldenhoven beim Vergleich der Erststimmen dieser Kommunen im Kreis Düren nur Platz 13 und bei den Zweitstimmen nur Platz 14 von insgesamt 15 Kommunen einfuhr, wäre hier die Frage, welche Partei eine interne Führungsdiskussion beginnen sollte sicher angebracht.
Der Anstand gebietet jedoch, dass interne Angelegenheiten nicht von Außenstehenden bestimmt werden. Eine Forderung nach der Trennung von hiesigen für das Debakel des SPD-Kandidaten verantwortlichen Genossen, sollte daher einer Entscheidung aus den Reihen der SPD überlassen bleiben.


Drum merke, wer im Glashaus sitzt…

 

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