Anwohner klagen

Wie auf dem Foto, sieht es aus im Pfarrer-Steffens-Ring in Siersdorf. Zwischen der halb fertigen Straße und der Wohnbebauung liegt ein fast drei Meter breiter, unbefestigter Geröllstreifen. Der sorgt für großen Ärger unter den Wohnungseigentümern. Bei nassem Wetter führen sie einen verzweifelten Kampf gegen Schmutz und Dreck, der in ihre Häuser getragen wird. Jahr für Jahr steigen Aufwand und Kosten für putzen und reinigen. Die meisten Anwohner ertragen diesen unzumutbaren Zustand bereits seit 8 Jahren. Sie erwägen nun die Gemeinde zu verklagen. Sie haben nämlich einen Rechtsanspruch auf zeitnahen Ausbau ihrer Erschließungsstraße. Und dieser Zeitpunkt ist längst gekommen. Dabei ist ausschlaggebend, dass sämtliche Eigentümer zeitgleich mit dem Erwerb ihrer Wohnungsgrundstücke die Erschließungskosten komplett bezahlt haben und zwar vorab im Wege der Ablösung. Jeder von ihnen hat inzwischen in der Gemeindekasse ca. 5.000 € stecken, ohne Gegenleistung. Wenn sie nun auf Vertrauensschutz und Vertragserfüllung durch die Gemeinde bestehen, ist das mehr als gerechtfertigt.

Wir als CDU haben auf Grund dessen die gesamte Baumaßnahme mit 88.000 € in den Haushalt 2009 eingestellt, den die Kommunalaufsicht im Juli vorigen Jahres so genehmigt hat. Dem  Baubeginn stand demzufolge nichts mehr im Wege. Doch die neue Mehrheit aus SPD, FWG und FDP führte anderes im Sinn. Kurzerhand fegte sie die gesamte Maßnahme vom Tisch. Die 88.000 € wurden in den Kanalbau im Kernort Aldenhoven gesteckt und  waren damit futsch.

 

Noch keine 100 Tage im Amt, und schon werden die  berechtigten Interessen Siersdorfer Bürger von der neuen Mehrheit mit Füßen getreten. Wie lange mag es dauern, bis der zweitgrößte Ortsteil unserer Gemeinde wieder ein Schattendasein führt, wie in den frühen 80er Jahren?

 

Ob die Maßnahme in 2010 zum Tragen kommt, ist äußerst zweifelhaft. Der Haushalt 2010 hat kaum Aussicht auf Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, da die neue Mehrheit noch nicht einmal die Auflagen des Haushaltes 2009 erfüllt hat. Das bedeutet für die Anwohner des Pfarrer-Steffens-Ring: ein Ende ihres Leidensweges ist nicht in Sicht.

 

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