Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

In der konstituierenden Ratssitzung am vergangenen Donnerstag hatte die selbsternannte „Dritte Kraft“ aus FDP und FWG aber auch alle vorab gegenüber der Presse bekanntgegebenen Vorsätze vergessen.

 

Das Angebot der CDU einen Konsens zur Bewältigung der schwierigen Situation unserer Gemeinde zu finden wurde von FDP und FWG nicht angenommen. Stattdessen bestimmten sie Udo Wassenhoven von der SPD als Wortführer ihrer Interessen und vermieden es so, den Widerspruch zu ihrem eigenen Programm selbst öffentlich zu formulieren.

 

Die selbsternannte „Dritte Kraft“ wurde ihrem eigenen Anspruch nicht im Geringsten gerecht. Sie hatte angekündigt neben CDU und SPD dazu beizutragen, gemeinsam die finanziellen Probleme der Gemeinde zu meistern und Aldenhoven nach vorne zu bringen. Insbesondere betonte sie vorab eng mit dem Bürgermeister und dem Verwaltungsteam zusammenarbeiten zu wollen.

 

Die Ereignisse der letzten Ratssitzung zeigen aber ein anderes Bild.

 

Die Zwänge genügend Positionen für die eigenen Leute zu schaffen, ließen beim ersten Auftritt der „Dritten Kraft“ im Rat der Gemeinde Aldenhoven sowohl deren gute Vorsätze, wie auch die finanzielle Situation der Gemeinde in den Hintergrund treten. Es wurde die Einrichtung eines weiteren Ausschusses durchgesetzt. Die damit verbundenen Kosten, welche nun die weitere Vermeidung der vom Gemeindeprüfungsausschuss geforderten Streichung freiwilliger Leistungen gefährden, werden hierzu billigend in Kauf genommen.

 

Gleichzeitig wurde die bisherige schlanke Struktur der Ausschüsse aufgegeben. Diese orientierte sich an der Organisation der Gemeindeverwaltung und sah für jedes Dezernat nur einen verantwortlichen Ausschuss vor. Mit der Erweiterung der Zahl der Ausschüsse wird die bewährte enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bürgermeister über Bord geworfen.

 

Zuletzt setzte die Allianz aus SPD, FDP und FWG – soweit dies gesetzlich möglich war – Bürgermeister Lothar Tertel in allen Funktionen ab, in denen er bisher den Rat der Gemeinde Aldenhoven repräsentiert hat. Ohne Rücksicht auf die Außenwirkung oder Lothar Tertels Kompetenz wurden diese Positionen durch eigene Leute besetzt. Dies ist ein deutlicher Vertrauensentzug gegenüber dem Bürgermeister und der Verwaltung!

 

Es bleibt nun zum Wohle der Gemeinde zu hoffen, dass FDP und FWG sich nochmals mit ihrem Programm und ihren Versprechungen auseinandersetzen und versuchen werden insbesondere ihr Verhalten gegenüber dem Bürgermeister und der Verwaltung überdenken.

 

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