Zur Hochwassersituation in Engelsdorf nimmt der Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen wie folgt Stellung:

 

In weniger als zwei Stunden stürzten am vergangenen Freitag rd. 70.000 m³ Schlamm- und Wassermassen auf Engelsdorf zu. Die Katastrophe war unausweichlich. Keine, wie auch immer gearteten, Schutzmaßnahmen hätten sie verhindern können. Die Schadensereignisse in der gesamten Region von Jülich über Aldenhoven bis Eschweiler sind der beste Beweis dafür.

 

Bis in die Nacht hinein waren unsere CDU-Ortsbürgermeister Wolfgang Klems und Jakob Sauer vor Ort, um den Betroffenen in Engelsdorf beizustehen. Wo waren die Vertreter der Anderen? Die SPD glänzte durch Abwesenheit. Erst durch Pressemeldungen wurde sie auf das Schadensereignis aufmerksam. Seitdem treibt sie Wahlkampf mit dem Leid und dem Elend der Engelsdorfer Bürgerinnen und Bürger. Das ist schändlich und niederträchtig.

 

In der SPD beginnt ein Kesseltreiben: „Wir als CDU wären an allem Schuld, würden den Hochwasserschutz sogar blockieren!“ Diese infame Behauptung ist wohl der vorläufige Höhepunkt in einem seit Wochen mit außergewöhnlicher Boshaftigkeit und Arglist geführten Wahlkampf der SPD gegen uns als Mehrheitsfraktion. Dagegen verwahren wir uns mit aller Entschiedenheit.

 

Seit mehr als 10 Jahren sind wir die Einzigen, die sich vehement um die Lösung des Hochwasserproblems in Engelsdorf bemühen. Im Jahre 2000 hatten wir nach vielen Gutachten und Planungsvarianten die Lösung gefunden, mit einem ausgeklügelten System von Entwässerungsgräben und einem überdimensionalen Straßendüker die Wassermassen schadlos in den Merzbach abzuleiten. Sogar die Kosten dafür waren im laufenden Haushalt finanziert. Leider scheiterten wir im Jahre 2002 nach langen Verhandlungen an der fehlenden Zustimmung  einiger Grundeigentümer.

 

Um dennoch der Gefahrensituation Herr zu werden, wurden quer über die Koslarer Straße zwei große Rinnen angelegt, das gesamte Entwässerungssystem an den kritischen Stellen überholt und ständig in Ordnung gehalten. Das funktionierte sechs Jahre reibungslos. Wir glaubten schon eine dauerhafte Lösung gefunden zu haben, bis es zu den Hochwasserschäden des Jahres 2008 kam. Unsere Bauverwaltung setzte sich mit dem WVER, dem Kreis und den beauftragen Planungsbüros an einen Tisch, um die baulichen und finanziellen Konsequenzen zu koordinieren. Wir selbst als CDU haben für Engelsdorf das Schadenskataster aufgestellt, als Grundlage der laufenden Verhandlungen.

 

Ziel ist es, den WVER, der sich lange Zeit quer stellte, mit der Bereinigung der Hochwassersituation zu beauftragen. Die nötigen Mittel sollen von der Bezirksregierung kommen. Dafür hat der CDU-Landtagsabgeordneter Josef Wirtz uns seine Hilfe zugesagt. Nur deswegen war er zusammen mit Landrat Wolfgang Spelthahn am Schadensort.

 

Indessen zeigt die SPD kein wirkliches Interesse. Seit Oktober 2008 tagt der Bauverwaltungsausschuss nur ein einziges Mal zum Thema Engelsdorf. Vorsitzender dieses Ausschusses ist der SPD-Ratsherr Poullig. So entlarvt die SPD sich selbst.

 

Dass die FDP sich mit vor den Karren spannen lässt, überrascht uns. Von der Materie selbst hat sie die wenigste Ahnung. Sie will sich offenbar profilieren auf Kosten anderer. Die FDP muss wissen, was sie tut, wenn sie nach den Wahlen koalitionsfähig bleiben will.

 

Die Meldung „Aldenhoven sei mehr als pleite“ ist falsch. Sie stammt im Übrigen aus unberufenem Munde. Auf dem Tisch des Bürgermeisters liegt seit Montag dieser Woche die Genehmigung des Haushaltes 2009 durch die Aufsichtsbehörde, und zwar ohne zusätzliche Bedingungen. Demzufolge bleibt Aldenhoven auch weiterhin handlungsfähig.

 

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