Gemeinwohl geht vor Einzelinteresse

Helle Empörung herrschte bei den Anwohnern im nördlichen Siersdorf. Auf der Filmautobahn sollten weitere 14 Rennveranstaltungen stattfinden! Die Erste bereits am 14./15. Juni 2009. Eine Hauswurfsendung brachte es ans Licht. Offenbar sollte Siersdorf zum Mekka der Motorsportfans werden. 

Daraus wurde nichts. Die Siersdorfer CDU-Vertreter hatten den Gemeinderat eingeschaltet und intensive Gespräche mit den Beteiligten geführt. Die Rennen mitsamt ihren nächtlichen Begleiterscheinungen stellen eine unzumutbare Lärmbelästigung der Anwohner dar und können von diesen nicht mehr hingenommen werden. Sie widersprechen im Übrigen den Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes und sind insoweit formell illegal. Eine Genehmigung ist zu versagen. Daran haben unsere örtlichen CDU-Vertreter bei all Ihren Bemühungen, auch um eine einvernehmliche Lösung, keinen Zweifel aufkommen lassen.

 

Inzwischen hat der Kreis Düren im Rahmen eines ordnungsbehördlichen Verfahrens entschieden.

 

1. Es findet (entgegenkommenderweise) nur noch eine Veranstaltung am 14./15. Juni statt. Allerdings unter erheblichen Beschränkungen:

 

Mittagsruhe : von 13:00 Uhr – 15:00 Uhr
Ende der Veranstaltung: 18:00 Uhr
absolute Nachtruhe : ab 22:00 Uhr

 

2. Vom Veranstalter sind mobile Lärmschutzwände aufzustellen.
3. Alle übrigen 12 Veranstaltungen werden untersagt.

 

Wir als CDU freuen uns über diese eindeutige Entscheidung, an der wir nicht unbeteiligt waren. Dass der Veranstalter dadurch schweren finanziellen Schaden erleidet, ist bedauerlich. Das Schutzbedürfnis unserer Bürgerinnen und Bürger hat dagegen absoluten Vorrang. 

Unter dem Druck der Ereignisse hat der Veranstalter zu guter Letzt sämtliche Rennen, auch das am 14./15. Juni, endgültig abgesagt.

 

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